STRASSEN

Aspeltstraße

Lage: Zwischen Kaiser-Wilhelm-Ring und Boppstraße

Benannt nach Peter von Aspelt. Er lebte von 1245-1320 in Mainz, war von 1306 bis zu seinem Tod kurfürstlicher Erzbischof und galt als herausragender Staatsmann.

Bekannt ist sein Grabmal im Dom, das ihn bei der Krönung dreier Könige zeigt (Kaiser Heinrich VII., König Johann von Böhmen, Kaiser Ludwig der Bayer). 

Die frühere Dalbergstraße wurde um 1890 aus dem ehemaligem Kellerweg angelegt, der diesen Namen seit 1534 trug. Nach der Eingemeindung Laubenheims im Jahr 1969 wurde die Straße in Aspeltstraße umbenannt, die Laubenheimer Dalbergstraße blieb bestehen. 

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(kk) Die Aspeltstraße ist nach Peter von Aspelt benannt, der wiederum nach seinem Geburtsort benannt ist. Das lässt sich in der rheinland-pfälzischen Personendatenbank nachlesen. Aber wer war Peter von Aspelt überhaupt und vor allem, wo liegt dieses Aspelt?

Die Aspeltstraße jedenfalls liegt zwischen Boppstraße und Kaiser-Wilhelm-Ring. Ihr Namens geber kam 1240 im Luxemburgischen Aspelt zur Welt und war von 1306 bis zu seinem Tod 1320 kurfürstlicher Erzbischof im Main zer Dom. Hier kann man bis heute sein Grabmal besichtigen, auf dem er als sogenannter „Königsmacher“ zu sehen ist bei der Krönung von Johann von Böhmen, Heinrich VII. und Ludwig IV. von Bayern. Peter von Aspelt war damals also ein sehr bedeutender Zeitgenosse und als solcher würdig, dass eine Mainzer Straße nach ihm benannt werden sollte. Nur welche? 

Die Antwort darauf ließ auf sich warten bis 1969, als Laubenheim in Mainz eingemeindet wurde und es plötzlich zwei Mainzer Dalbergstraßen gab, eine in Laubenheim und eine in der Neustadt. Kurzerhand wurde eine der beiden umbenannt und die andere durfte ihren Namen behalten. 

So kam die Neustadt zu ihrer Aspeltstraße, in der heute zum Beispiel das Caritas-Zentrum Delbrêl zu finden ist. Es vereint verschiedene soziale Einrichtungen unter einem Dach wie den Neustadttreff und die PC-Werkstatt Zack, die kostenlos gebrauchte Computer für soziale Einrichtungen bereitstellt, sowie Medinetz, die „Medizinische Vermittlungsstelle für Flüchtlinge, Migranten und Menschen ohne Papiere“.  

Das caritative Zentrum hat seinen Namen ebenfalls von einer geistlichen Persönlichkeit, der Französin Madeleine Delbrêl. Die Bedeutung der 1904 geborenen und 1964 gestorbenen Kirchenfrau lässt sich unter anderem daran erkennen, dass sie 1961 an der Vorbereitung des Zweiten Vatikanischen Konzils teilnahm und 34 Jahre nach ihrem Tod selig gesprochen wurde. 

Ein Haus, benannt nach einer bedeutenden Bischofsberaterin, steht in einer Straße, die den Namen eines einflussreichen Erzbischofs trägt. Wenn das nicht passt …! 

(aus: Mainzer Neustadt-Anzeiger, Ausgabe April 2014)

Adresse

Neustadt im Netz e.V.
c/o caritas-zentrum Delbrêl
Aspeltstraße 10
55118 Mainz

Kontakt

Mail: nin@mainz-neustadt.de
Tel.: 0151 1922121
Tel.: 06131  6367034

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