01.11.2026
Impf-Aktionswoche – Impfen als Schutz und Vorsorge
Impf-Aktionswoche – Impfen als Schutz und Vorsorge
Im
Herbst beginnt wieder die Zeit der Atemwegsinfektionen: Grippeviren,
das Coronavirus SARS-CoV-2, RSV und Pneumokokken breiten sich aus und
können schwere Erkrankungen verursachen. Impfungen bieten wirksamen
Schutz, insbesondere vor schweren Verläufen, und stehen deshalb vom
9. bis 15. November 2026 im Mittelpunkt der ersten bundesweiten
Impf-Aktionswoche. Auch in Rheinland-Pfalz sind Bürgerinnen und
Bürger aufgerufen, ihren Impfpass überprüfen zu lassen, sich zu
informieren und empfohlene Impfungen nachzuholen.
Viele Menschen denken, Impfungen seien vor allem für Kinder wichtig. Doch auch im Erwachsenenalter sollte man auf seinen Impfschutz achten, insbesondere im höheren Alter und bei chronischen Erkrankungen.
Viele Menschen denken, Impfungen seien vor allem für Kinder wichtig. Doch auch im Erwachsenenalter sollte man auf seinen Impfschutz achten, insbesondere im höheren Alter und bei chronischen Erkrankungen.
Eine Impfung macht das Immunsystem mit einem Krankheitserreger
vertraut, ohne dass man die Erkrankung durchmachen muss. Bei einem
späteren Kontakt ist der Körper in der Lage, den Erreger schneller
und wirksamer zu bekämpfen. Eine hohe Impfquote in der
Bevölkerung kann zudem die Ausbreitung der Erreger eindämmen. So
werden auch Menschen besser geschützt, die sich selbst nicht impfen
lassen können.
Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um den Impfstatus überprüfen zu lassen. Welche Impfungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden, hängt vom Alter, von Vorerkrankungen und vom persönlichen Risiko ab.
Influenza (Grippe)
Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um den Impfstatus überprüfen zu lassen. Welche Impfungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden, hängt vom Alter, von Vorerkrankungen und vom persönlichen Risiko ab.
Influenza (Grippe)
Wer schon einmal eine Grippe hatte, der weiß: Das ist keineswegs
nur eine starke Erkältung. Die Infektion kann mit hohem Fieber sowie
Muskel- und Gliederschmerzen einhergehen und besonders bei älteren
Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sehr schwer verlaufen.
Gefährlich wird es, wenn eine Lungenentzündung oder eine
Herzmuskelentzündung dazukommt.
Die STIKO empfiehlt deshalb ab dem Alter von 60 Jahren eine jährliche Grippeschutzimpfung. Auch Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie bestimmten Berufsgruppen wie Pflegepersonal wird zur Impfung geraten. Für Schwangere gilt die Empfehlung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bereits vorher. Da sich Grippeviren verändern, wird die Impfung jedes Jahr mit einem angepassten Impfstoff wiederholt.
COVID-19
Die STIKO empfiehlt deshalb ab dem Alter von 60 Jahren eine jährliche Grippeschutzimpfung. Auch Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie bestimmten Berufsgruppen wie Pflegepersonal wird zur Impfung geraten. Für Schwangere gilt die Empfehlung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bereits vorher. Da sich Grippeviren verändern, wird die Impfung jedes Jahr mit einem angepassten Impfstoff wiederholt.
COVID-19
Seit diesem Jahr gelten neue Empfehlungen: Die jährliche
Auffrischungsimpfung gegen COVID-19 wird nur noch Personen ab 75
Jahren empfohlen. Schwere Verläufe sind inzwischen seltener
geworden. Die Erkrankung kann aber immer noch zu Lungenentzündung,
Organversagen sowie zu langfristigen gesundheitlichen
Beeinträchtigungen durch Long COVID führen. Auch für jüngere
Menschen wird eine jährliche Impfung empfohlen, wenn sie aufgrund
bestimmter Grunderkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren
Verlauf haben. Weitere Empfehlungen gelten unter anderem für
Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie für
Menschen mit erhöhtem beruflichem Ansteckungsrisiko in Medizin und
Pflege. Ob eine Impfung sinnvoll ist, lässt sich im Gespräch mit
dem Hausarzt oder der Hausärztin klären.
RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)
RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)
RSV ist ein Virus, das bei älteren Menschen schwere
Atemwegserkrankungen verursachen kann. Die STIKO rät deshalb ab 75
Jahren zu einer einmaligen RSV-Impfung. Menschen zwischen 60 und 74
Jahren wird die Impfung empfohlen, wenn sie an schweren Formen
bestimmter Grunderkrankungen leiden. Dazu gehören etwa Immunschwäche
oder chronische Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen. Auch wer in
einer Pflegeeinrichtung lebt, sollte sich ab 60 Jahren gegen RSV
impfen lassen. Idealerweise erfolgt die Impfung im Spätsommer oder
Herbst, möglichst vor Beginn der RSV-Saison. Aber auch im November
ist eine Impfung noch sinnvoll.
Pneumokokken
Pneumokokken
Pneumokokken sind Bakterien, die nicht nur schwere
Lungenentzündungen verursachen können, sondern auch für andere
Erkrankungen verantwortlich sind. Dazu gehören Hirnhautentzündung,
Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündung sowie die
lebensbedrohliche Sepsis, auch Blutvergiftung genannt. Für Menschen
ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO deshalb eine einmalige Impfung. Auch
bei Jüngeren besteht aufgrund bestimmter Vorerkrankungen wie
Diabetes, Immunschwäche oder chronischen Herz-, Lungen-, Leber- oder
Nierenerkrankungen eine Impfempfehlung. Wer bereits früher gegen
Pneumokokken geimpft wurde, sollte seinen Impfstatus individuell
überprüfen lassen.
Kann man mehrere Impfungen gleichzeitig bekommen?
Kann man mehrere Impfungen gleichzeitig bekommen?
Grundsätzlich können mehrere Impfungen am selben Tag
durchgeführt werden. Welche Impfungen und Kombinationen sinnvoll
sind, muss individuell ärztlich geklärt werden. Auf jeden Fall
sollte der Impfpass zum Termin mitgebracht werden. Er zeigt, welche
Impfungen bereits erfolgt sind und wann sie verabreicht wurden –
und damit auch, welcher Schutz fehlt oder aufgefrischt werden sollte.
Wer keinen Impfpass hat, kann sich trotzdem beraten und impfen
lassen.
© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz
e.V. (LZG)
Text: Marion Mück-Raab, E-Mail mueck-raab@gmx.de
Text: Marion Mück-Raab, E-Mail mueck-raab@gmx.de

