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Die Meldungen von Juni 2026 - Die Themen des Monats

09.06.2026
Glasfaser: „Ihr Anschluss ist in Gefahr!“
Verbraucherzentrale warnt vor Werbeschreiben mit Druckwirkung

Wer einen Glasfaseranschluss im Haus hat, aber keinen Internetvertrag abschließt, erhält derzeit möglicherweise Post von Westconnect GmbH (Eon-Highspeed) mit beunruhigendem Tonfall. Das Unternehmen weist auf die Möglichkeit eines Rückbaus oder die Abschaltung der Glasfaser hin bei Kunden, die nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gekündigt haben. Die Verbraucherzentrale stellt klar: Aus Sicht der Verbraucherzentrale erwecken die Schreiben bei Verbraucherinnen und Verbrauchern den Eindruck, sie müssten zeitnah einen Internetvertrag abschließen, um Nachteile für ihren Glasfaseranschluss zu vermeiden. Betroffene sollten sich nicht durch das Schreiben unter Druck gesetzt fühlen den Vertragsabschluss vorzunehmen, um einen Rückbau des Anschlusses zu vermeiden und können sich mit einem Musterbrief gegen Werbung wehren.

„Die Schreiben können bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Sorge auslösen, dass ihr bereits vorhandener Glasfaseranschluss ohne zeitnahen Vertragsschluss gefährdet sein könnte“, erklärt Michael Gundall, Telekommunikationsexperte der Verbraucherzentrale. „Die Rückbau-Warnung ist aus unserer Sicht ein reines Vertriebsargument – eine tatsächliche Umsetzung erscheint angesichts der aktuellen, uns bekannten Auslastungsgrenzen im Tiefbau vollkommen abwegig.“

„Nach Auffassung der Verbraucherzentrale ergibt sich aus den aktuell veröffentlichten Vertragsbedingungen nicht ohne Weiteres, dass ein bereits errichteter Glasfaser-Hausanschluss allein wegen eines fehlenden oder gekündigten Telekommunikationsvertrages wegfällt. Die veröffentlichten Vertragsbedingungen unterscheiden zwischen dem Glasfaseranschluss am Gebäude (Gebäudeeigentümererklärung) und dem Nutzungsvertrag (Internetvertrag).  Deshalb bedeutet das Ende des Internetvertrags nicht automatisch, dass dann auch der Hausanschluss entfällt.  Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb genau prüfen, welche Rechte und Pflichten sich tatsächlich aus den Vertragsbedingungen ergeben“, so Stefan Brandt, Referent für kollektive Rechtsdurchsetzung.

Lediglich die im Schreiben erwähnten “ONT-Geräte” (Optical Network Termination – Glasfasermodem) sind Leihgeräte des Anbieters. “Der Anbieter ist daher berechtig, das ONT zurückzuverlangen”, so Gundall. „Inzwischen gibt es im Handel auch Kombigerät, also einen WLAN-Router mit integriertem ONT, so dass Verbraucher:innen auf das Gerät des Anbieters verzichten können.”

Die Verbraucherzentrale prüft derzeit, ob sie juristisch gegen solche Schreiben vorgehen wird.

Tipps der Verbraucherzentrale für Betroffene
:
  1. Ruhe bewahren: Sich nicht von der Wortwahl des Schreibens zu einem übereilten Vertragsschluss verleiten lassen.
  2. Bedarf prüfen: Es gibt Glasfasertarife, die nicht oder nur unwesentlich teurer sind als VDSL-Tarife, aber eben auf moderner Glasfasertechnologie basieren. Auch muss nicht zwingend bei Eon ein Vertrag abgeschlossen werden. Inzwischen gibt es auch im Glasfasernetz von Westconnect GmbH einige Kooperationspartner (Open Access), die entsprechende Tarife anbieten.
  3. Werbung widersprechen: Wer keine weiteren „Werbebriefe“ oder Vertreterbesuche an der Haustür wünscht, kann der Nutzung der persönlichen  Daten zu Werbezwecken widersprechen.

Die Verbraucherzentrale stellt daher einen kostenlosen Musterbrief zur Verfügung, mit dem der Werbe-Kontaktaufnahme per Post, Telefon oder durch Vertreter vor Ort widersprochen werden kann.
09.06.2026
Wohnungseinbruch in der Josefsstraße
Am Montagvormittag (08.06.2026) kam es in der Mainzer Neustadt zu einem Wohnungseinbruch in einem Mehrfamilienhaus in der Josefsstraße.

Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich bislang unbekannte Täter zwischen 08:30 Uhr und 13:00 Uhr Zutritt zu dem Gebäude. Anschließend hebelten sie die Tür einer Wohnung auf und drangen in die Räumlichkeiten ein. Dort durchwühlten sie mehrere Zimmer.

Im Anschluss verließen die Täter den Tatort unerkannt. Ob Gegenstände entwendet wurden, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei Mainz hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeuginnen und Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Josefsstraße beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 06131 65-33999 zu melden.
08.06.2026
Ausschreibung der Machbarkeitsstudie „Badeschiff“ noch vor dem Sommer
OB Haase: „Alle Einflussfaktoren werden dabei im Austausch mit den Fachämtern der Verwaltung sukzessive geprüft“

Im April 2025 hat der Mainzer Stadtrat eine tiefergehende Machbarkeitsstudie zur Umsetzung eines „Badeschiffes am Rhein“ beschlossen. Grundlage hierfür war das Ergebnis einer verwaltungsinternen, ämterübergreifenden Voruntersuchung zum Baden im / am Rhein.

Im Zuge der Erstellung des Leistungsverzeichnisses zur Ausschreibung der Machbarkeitsstudie wurde in den Koordinierungsrunden entschieden, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein im Vorfeld zu informieren und dessen grundlegende fachliche Expertise zum Vorhaben anzufragen und einzuholen. Diese Einschätzung liegt nunmehr vor und skizziert, dass der zu prüfende Standort für ein Badeschiff grundsätzlich umsetzbar, der Standort aber um rund 100 Meter nach Süden, Richtung „Urbane Aue“, zu verlagern sei (vgl. veranschaulichende Grafik / diese ist nicht maßstabsgetreu).



Unter dieser Prämisse gelte auf einer möglichen Fläche von 200 Metern Länge am Rheinufer südlich der Kaiserbrücke bei Stromkilometer 500,5 bis 500,7 bei einer maximalen Breite von 40 Metern im Rhein ein mit Dalben abzusicherndes Badeschiff als erlaubnisfähig und zulässig. Die Einordnung des WSA Rhein bestätigt mithin im Grundsatz den Standortvorschlag der Verwaltung.

Als nächsten Schritt gilt es nun die Machbarkeitsstudie mit einer Ausschreibung auf den Weg zu bringen und im Zuge dessen die noch offenen Fragestellungen hinsichtlich der Realisierung eines Badeschiffes in der Bundeswasserstraße detailliert zu beantworten.

Ausschreibung noch vor der Sommerpause

„Ausgeschrieben werden soll die Studie noch vor der Sommerpause, ein Resultat ist für Mitte 2027 erwartbar. Selbstverständlich werden in diesem Zuge alle Einflussfaktoren - mit Blick auf die vorhandene Infrastruktur, anliegende Planungsverfahren, Themen wie mögliche Lärmbelastungen oder die wirtschaftliche Machbarkeit - um nur einige wichtige Facetten zu nennen, berücksichtigt und vom noch zu beauftragenden Planungsbüro im Austausch mit den Fachämtern der Verwaltung sukzessive untersucht“, betont Oberbürgermeister Nino Haase.

Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich zugleich noch keine belastbare und seriöse Aussage zur Umsetzung eines Badeschiffs im Rhein treffen. Erst die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden darlegen, ob eine Realisierung - ergo die Installation und Unterbringung der dafür notwendigen Infrastruktur vor Ort, die Unterhaltung, der wirtschaftlich tragfähige Betrieb eines Badeschiffes an dieser Stelle - möglich ist und die räumlichen Gegebenheiten an dieser Stelle ausreichend vorhanden sind. „Ein Badeschiff sowie die geplante Gastronomie als auch die Fahrradspindel zur Kaiserbrücke könnten an dieser Stelle jedoch insgesamt sowohl auf die Standortentwicklung als auch die Sport- und Freizeitqualitäten im nördlichen Bereich des sich weiterhin entwickelnden Zollhafens sehr positiv einzahlen. Zudem ermöglicht dies mögliche weitere Kapazitäten für das Schulschwimmen sowie für Schwimmkurse in der Neustadt“, betont Haase anschließend. Zunächst gelte es aber, die Kenntnisnahme der Beschlussvorlage im Haupt- und Personalausschuss (10. Juni) sowie im Stadtrat (17. Juni) abzuwarten.
08.06.2026
Taxifahrer bei Streit verletzt
Am Freitagmorgen, 05.06.2026, kam es in der Boppstraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Taxifahrer und einem Fahrgast.

Nach bisherigen Erkenntnissen beförderte ein Taxifahrer den Fahrgast vom Mainzer Hauptbahnhof in Richtung Mainz-Mombach. Während der Fahrt teilte der Fahrgast dem Fahrer mit, dass er über kein Geld zur Bezahlung der Taxifahrt verfüge. Hierdurch entwickelte sich zunächst eine verbale Auseinandersetzung.

Im weiteren Verlauf spuckte der Fahrgast in das Taxi und stieg anschließend aus dem Fahrzeug aus. Neben der Beifahrertür schlug er gegen das Fahrzeug und spuckte erneut durch ein geöffnetes Fenster in den Innenraum.

Als der Fahrgast zur Fahrerseite lief, stieg der Taxifahrer aus seinem Fahrzeug aus und hielt den Mann fest. Daraufhin schlug der Fahrgast dem Taxifahrer ins Gesicht, wobei dieser verletzt wurde.

Der Vorfall wurde von mehreren Zeugen beobachtet. Der verletzte Taxifahrer wurde durch den Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen den 28-jährigen Mainzer wurde entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
07.06.2026
Fernwärme: Arbeiten in der Moselstraße gehen weiter
Ab Montag, 8. Juni, werden die Fernwärme-Arbeiten in der Mainzer Neustadt fortgesetzt: von der Kreuzung Mosel-/Wallaustraße bis kurz vor die Kreuzung zur Mozartstraße - AZ Mainz


(Foto: Stefan Sämmer)
07.06.2026
22-Jähriger durch Messerstiche verletzt
Am späten Abend des 06.06.2026 kam es vor einer Bar in der Nähe des Mainzer Hauptbahnhofs zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Hierbei wurde der 22-jährige Geschädigte durch mehrere Messerstiche verletzt. Er wurde mit schweren, jedoch nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Tatverdächtige flüchtete anschließend unerkannt vom Tatort.

Die Ermittlungen zu den genauen Tatumständen sowie zur Identität des Tatverdächtigen dauern an.
05.06.2026
Jugendliche hantieren mit Messern in der Gärtnergasse
Am Donnerstagnachmittag (04.06.2026) wurde die Polizei über Jugendliche informiert, die sich in der Gärtnergasse mit Messern aufhalten und damit hantieren würden.

Mehrere Streifenbesatzungen fuhren daraufhin die Einsatzörtlichkeit an und konnten die drei Jugendlichen in der Gärtnergasse feststellen. Aufgrund der gemeldeten, möglichen Bewaffnung wurden die Personen unter Vorhalt der polizeilichen Schusswaffe und des Tasers kontrolliert.

Wie sich herausstelle, hatte einer der Jugendlichen zwei verbotene Messer und ein Pfefferspray dabei. Nach den ersten Ermittlungen ist nicht davon auszugehen, dass eine Gefahr von den Jugendlichen ausging.

Die Gegenstände wurden sichergestellt und der Jugendliche an die Erziehungsberechtigten übergeben. Er hat nun mit einem Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz zu rechnen.
04.06.2026
Meenzer Sommerstraße: Klimafreundliches Wochenende genießen
Die Aktion „Meenzer Sommerstraße“ zeigt, wie die Innenstadt umweltfreundlicher und lebenswerter gestaltet werden kann. In der Mittleren Bleiche erwartet die Besucher viel Programm - AZ Mainz (plus) - Programm


(Foto: Kristina Schäfer)
04.06.2026
Neue Diskussion um die Zukunft der Kunsthalle Mainz
Thema Kunsthalle im Kulturausschuss: Während die Koalitionsvertreter auf politische und finanzielle Realitäten verweisen, scheitert ein Antrag von Volt, FDP, Linke und ÖDP - AZ Mainz (plus)


(Foto: Yannik Radloff)
04.06.2026
Mehr als nur Grünzeug
Pflanzen-Power in den „Wilden Welten“: Bei den „Ferienforschern“ dreht sich diesen Sommer alles um grüne Pflanzen-Power

In den Sommerferien wird das Naturhistorische Museum Mainz (nhm) zum grünen Abenteuerland: Unter dem Motto „Pflanzen-Power“ gehen die Ferienforscher auf eine spannende Entdeckungstour durch die faszinierende Welt der Pflanzen. Anlässlich der aktuellen Sonderausstellung FLORA zeigen drei Themen die facettenreichen Superkräfte der grünen Gewächse und - so viel darf verraten werden - der „Aha-Effekt“ ist garantiert!

„Grün & lecker“ richtet sich an echte Feinschmecker und zeigt, woraus Früchte bestehen und welche Pflanzen zum Essen geeignet - oder aber gar giftig sind. Wer schon immer wissen wollte, worin der Unterschied zwischen Pilzen und Pflanzen liegt, ist bei diesem Programm goldrichtig.

Das Thema „Grün & gesund“ zeigt zudem die Heilkräfte von Pflanzen und stellt Pflegeprodukte sowie die Wundversorgung in früheren Zeiten und heute gegenüber.

Bei „Grün & nützlich“ erleben die Forscher-Kids Pflanzen als Lifestyle-Produkt in Kosmetik oder Klamotte.

Die Ferienforscher finden jeden Dienstag bis Donnerstag in den Ferien von 9.00 bis 12.00 Uhr statt. Bei allen Terminen wird experimentiert:
Vom Tetrapack bis hin zum Mikroskopieren ist alles dabei und ermöglicht es den Teilnehmenden, sich auf eine erfinderische Art der Funktionsweise von Pflanzen anzunähern.

Die „Ferienforscher“ richten sich an Kids im Grundschulalter. Dieses Jahr gibt es zusätzlich ein Nachmittags-Programm für Teens im Alter von 10 bis 16 Jahren, das von 14.00 bis 17.00 Uhr an jedem Donnerstag stattfindet.

Weitere Informationen zu Anmeldung und Terminen gibt es sowohl im städtischen Veranstaltungskalender als auch auf der Webpage des Naturhistorischen Museums: www.mainz.de/nhm

Informationen zur Veranstaltung:
Ferienforscher: Spaß an Natur, Forschen & Kreativität“

Grün & lecker, immer dienstags:
30. Juni / 07.07/ 14.07. / 21.07. / 28. Juli sowie 04. August 2026

Grün & gesund, immer mittwochs:
01.07 / 08.07. / 15.07. / 22.07. /29 Juli und 05. August 2026

Grün & nützlich, immer donnerstags:
02.07. / 09.07. / 16.07. / 23.07. / 30 Juli und 06. August 2026

Dauer für Grundschulkids:
9.00 bis 12.00 Uhr

Dauer für Teens (10 bis 16 Jahre):
14.00 bis 17.00 Uhr

Preis: 20 Euro pro Person
Buchung & Beratung:
04.06.2026
Gemüsekebab nach Berliner Art: Neu in der Mainzer Neustadt
Seit 2001 gibt es den Dönerladen in der Boppstraße, nun übernimmt Güner Altinok in dritter Generation. Mit „Güners Gemüsekebab“ möchte er ein Stück Berlin nach Mainz bringen - AZ Mainz (plus)


(Foto: Lukas Görlach)
03.06.2026
Mainzer Neustadt plant große Baumpflanzungsaktion für besseres Klima
Der Ortsbeirat Neustadt plant Pflanz-Offensive: Mindestens hundert neue Bäume sollen bis 2030 die Klimaresilienz stärken und die Lebensqualität verbessern. Potenzielle Standorte stehen fest - AZ Mainz (plus)


(Symbolfoto: Robert Heiler)
03.06.2026
Festnahme eines per Haftbefehl gesuchten Mannes nach Fluchtversuch
Im Rahmen der Vollstreckung eines Haftbefehls sollte am 02.06.26 gegen 11:30 Uhr ein Mann im Stadtgebiet Mainz festgenommen werden. Als die Kräfte der Kriminalpolizei den Gesuchten kontrollieren wollten, entzog er sich der Maßnahme zunächst durch Flucht mit einem E-Scooter.

Der 32-jährige Mainzer fuhr von der Binger Straße über die Kaiserstraße, Bahnhofstraße und Bonifaziusstraße bis in die Rhabanusstraße. Während seiner Flucht wechselte der Gesuchte mehrfach zwischen Fahrbahn und Gehweg und setzte seine Fahrt zeitweise im Bereich von Passanten sowie im fließenden Verkehr fort.

In der Rhabanusstraße gelang es den Einsatzkräften, den Mann unter Nutzung von Blaulicht und Martinshorn zu überholen und den Weg zu versperren. Daraufhin setzte dieser seine Flucht zu Fuß fort, konnte jedoch durch die Einsatzkräfte eingeholt, überwältigt und gefesselt werden.

Bei der anschließenden Kontrolle ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Konsum von Betäubungsmitteln. Bei der Durchsuchung des Mannes wurden zudem geringe Mengen mutmaßlicher Betäubungsmittel sowie ein Einhandmesser aufgefunden und sichergestellt.

Ein durchgeführter Drogenschnelltest reagierte ebenfalls positiv. Dem Beschuldigten wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann zur Vollstreckung des bestehenden Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Gegen den Beschuldigten wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.
02.06.2026
Seniorenkino im Mainzer Capitol zeigt drei neue Filme
Drei Termine, bekannte Namen und ein Extra: Das Seniorenkino im Mainzer Capitol startet ins dritte Quartal – inklusive Klassiker und Getränk im Preis - AZ Mainz - Die Filme in unserem Veranstaltungskalender

(Foto: Felix Poser)
02.06.2026
Mittelalterlicher Friedhof in der Mainzer Neustadt entdeckt
Auf dem Gelände eines geplanten Wohnhauses in der Wallaustraße legen Archäologen derzeit Gräber, römische Funde und Spuren einer alten Lackfabrik frei. Diese Details sind bekannt - AZ Mainz (plus) - Merkurist


(Foto: Sascha Kopp)
01.06.2026
Hitze trifft Frauen anders als Männer
Heiße Tage mit mehr als 30 Grad und tropische Nächte, in denen das Thermometer nicht unter 20 Grad sinkt, nehmen seit Jahren zu. Hohe Temperaturen belasten die Gesundheit. Untersuchungen zeigen: Frauen sind davon oft stärker betroffen als Männer. Sie leiden häufiger unter Hitzesymptomen wie Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen, Erschöpfung und Schlafstörungen. Die Gründe dafür liegen in biologischen Unterschieden, im Alltag und in gesellschaftlichen Rollen.

Der weibliche Körper reagiert empfindlicher auf Hitze
Bei Hitze spielen die weiblichen Hormone eine wichtige Rolle. Während der Menstruation etwa braucht der Körper mehr Flüssigkeit. An heißen Tagen fällt es vielen Frauen schwer, diesen zusätzlichen Bedarf auszugleichen. Vor allem Schwangere reagieren auf Hitze empfindlich, weil ihr Körper ohnehin schon belastet ist. Hohe Temperaturen können ihren Kreislauf und den Flüssigkeitshaushalt zusätzlich beanspruchen. Dadurch kann das Risiko für Komplikationen und Frühgeburten steigen.

Auch in den Wechseljahren wird Hitze zur besonderen Belastung. Viele Frauen leiden in dieser Lebensphase an Hitzewallungen und Schlafstörungen, die sich bei hohen Außentemperaturen verstärken können. Dazu kommt, dass Frauen in der Regel weniger schwitzen als Männer und Wärme deshalb schlechter abgeben können. Ein niedriger Blutdruck kann außerdem dazu beitragen, dass Kreislaufprobleme bei Hitze häufiger auftreten.

Alltag und Lebenssituation spielen eine Rolle
Nicht nur biologische Unterschiede beeinflussen, wie gut Menschen mit Hitze zurechtkommen. Auch der Alltag spielt eine Rolle. Frauen übernehmen noch immer häufiger Sorgearbeit, sei es in der Familie oder in Berufsfeldern wie Pflege, Betreuung oder Dienstleistung.  Dadurch bleibt oft wenig Spielraum für Pausen, Erholung oder flexible Tagesplanung – obwohl genau das an heißen Tagen besonders wichtig wäre. Doch viele dieser Aufgaben lassen sich bei Hitze nicht einfach verschieben oder unterbrechen. Das kann die gesundheitliche Belastung erhöhen.

Auch die wirtschaftliche Situation kann den Hitzeschutz erschweren. Besonders ältere und alleinerziehende Frauen sind häufig von Armut betroffen. Wer in einer schlecht gekühlten und engen Wohnung lebt, eingeschränkt mobil ist oder wenig Unterstützung im Alltag hat, trägt ein höheres Gesundheitsrisiko. Dazu kommt: Viele Frauen stellen die Bedürfnisse anderer vor die eigenen – auch dann, wenn ihr Körper längst eine Pause braucht.

Was Frauen bei Hitze konkret tun können
Nicht alle Belastungen lassen sich vermeiden. Aber es gibt einiges, was Frauen tun können, um besser mit Hitze umzugehen.

Warnsignale ernst nehmen
Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrasen, starke Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Übelkeit können Anzeichen einer Überhitzung sein. Dann gilt: Schatten aufsuchen, trinken, abkühlen und Hilfe holen, wenn Beschwerden anhalten. Kommen starke Kreislaufprobleme, Verwirrtheit oder Atemnot hinzu, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Ausreichend trinken – auch bei Blasenschwäche
Bei Hitze braucht der Körper deutlich mehr Flüssigkeit. Das gilt besonders in der Schwangerschaft, während der Menstruation, in den Wechseljahren oder bei körperlicher Anstrengung. Am besten geeignet sind Mineralwasser und ungesüßte Getränke in Raumtemperatur. Eiskalte Getränke dagegen sind nicht zu empfehlen.

Frauen mit Blasenschwäche trinken manchmal bewusst weniger, um unangenehme Situationen zu vermeiden. Bei Hitze kann das gefährlich werden. Ausreichend große Einlagen können den Alltag erleichtern, ohne auf wichtige Flüssigkeit zu verzichten.

Den Alltag anpassen, wo es möglich ist
Nicht jeder Alltag lässt sich flexibel gestalten. Doch wenn es möglich ist, legen Sie anstrengende Aktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Planen Sie bewusste Pausen ein, bündeln Sie Erledigungen und meiden Sie möglichst die direkte Mittagshitze.

Für Abkühlung sorgen
Tragen Sie weite, helle Kleidung aus atmungsaktiven Stoffen wie Leinen oder Baumwolle. Kühlende Fuß- oder Armbäder können entlasten, ebenso Wassersprays oder ein feuchtes Tuch für zwischendurch. Halten Sie sich möglichst an schattigen oder kühlen Orten auf.

Besonders in der Schwangerschaft gut auf sich achten
Schwangere leiden bei Hitze häufiger unter Wassereinlagerungen, Kreislaufproblemen und Erschöpfung. Legen Sie die Beine regelmäßig hoch, vermeiden Sie langes Stehen und pralle Sonne. Legen Sie anstrengende Wege oder Termine möglichst in die kühleren Tageszeiten.

Hormonelle Veränderungen mitdenken
In den Wechseljahren oder während der zweiten Zyklushälfte reagiert der Körper oft empfindlicher auf Hitze. Leichte Kleidung im Zwiebellook kann helfen, die Körpertemperatur zu regulieren.

Medikamente prüfen lassen
Einige Medikamente beeinflussen, wie gut der Körper mit Hitze zurechtkommt oder wie er den Flüssigkeitshaushalt reguliert. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, fragen Sie in Ihrer Arztpraxis oder Apotheke nach, ob Vorsichtsmaßnahmen nötig sind.

Für guten Schlaf sorgen
Lüften Sie vor dem Schlafengehen oder an sehr heißen Tagen erst in den frühen Morgenstunden. Dunkeln sie tagsüber das Schlafzimmer ab und nutzen Sie leichte Bettwäsche aus Baumwolle. Verzichten Sie auf schwere Mahlzeiten oder Alkohol am Abend.

Auf die Intimgesundheit achten
Hitze und Feuchtigkeit können das Risiko für Pilzinfektionen erhöhen, zum Beispiel durch Schwitzen in enger Kleidung. Tragen Sie atmungsaktive Baumwollunterwäsche und nutzen Sie für die Intimpflege klares Wasser oder milde Waschlotion.

Auch an sich selbst denken
Wer Kinder betreut, Angehörige pflegt oder beruflich viel Verantwortung trägt, übersieht eigene Belastungsgrenzen leicht. Gerade bei Hitze ist Selbstfürsorge kein Luxus, sondern Gesundheitsschutz.

Kontakt halten
Wenn Sie allein leben oder gesundheitlich belastet sind, sollten Sie an heißen Tagen möglichst Kontakt zu Familie, Nachbarinnen oder Freunden halten. Und umgekehrt: Behalten Sie auch andere im Blick, die vielleicht Hilfe brauchen könnten. Schon ein kurzer Anruf kann im Ernstfall wichtig sein.

Frauen besser schützen heißt: Unterschiede mitdenken
Frauen sind von Hitze nicht automatisch stärker betroffen, aber bestimmte biologische und soziale Faktoren erhöhen ihr Risiko. Fachleute fordern deshalb, diese Unterschiede beim Hitzeschutz stärker zu berücksichtigen. Dazu gehören gut erreichbare Trinkwasserangebote, kühle Rückzugsorte und ausreichend öffentliche, saubere Toiletten – denn auch solche Rahmenbedingungen beeinflussen, wie gut Menschen sich im Alltag vor Hitze schützen können.

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Susanne Schneider, freistil-texte.de - Redaktion: Birgit Kahl-Rüther, LZG

Fachlich unterstützt wurde dieser Beitrag vom Hausärztinnen- und Hausärzteverband Rheinland-Pfalz
01.06.2026
Evangelische Gesamtkirchengemeinde Mainz vor der Gründung
„Mainz wird eins“ – die Evangelische Kirche im Mainzer Dekanat formt eine Gesamtkirchengemeinde, um die Zusammenarbeit zu stärken, aber gleichzeitig die Ortsnähe zu bewahren - AZ Mainz


(Foto: Hannah Weimann)
Neustadt im Netz e.V. - c/o caritas-zentrum Delbrêl, Aspeltstr. 10, 55118 Mainz
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